Die Wirtschaft in Griechenland heute

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Die wirtschaftliche Lage in Griechenland


Seit circa zwei Jahren blickt die Bevölkerung der Europäischen Union auf Griechenland. Hier hat die Finanzkrise die deutlichsten Spuren hinterlassen. Der Staatshaushalt in Griechenland ist bereits seit vielen Jahren unausgeglichen. Es wird mehr Geld benötigt, als sich in den Kassen befindet. Durch diese Situation sind die Schulden von Griechenland zu hoch, um noch vom Land selbst getilgt werden zu können. Von den Ratingagenturen wurde Griechenland in der Folge immer weiter herabgestuft und bekommt auf den Kapitalmärkten nur noch sehr schwer Kredite. Griechenland bekam von der Europäischen Union Gelder um die Situation im Land zu entschärfen. Dafür muss die Regierung im Gegenzug Sparmaßnahmen durchsetzen.

Wie entstand die Krise in Griechenland?

Um der EU beitreten zu dürfen, darf ein Land bestimmte Grenzen zur Staatsverschuldung nicht überschreiten. Griechenland konnte diese Werte nicht aufweisen und wurde trotzdem in den Euro aufgenommen. Durch die Aufnahme in die EU ohne die Kriterien, die nötig gewesen wären, zu erfüllen, verschlimmerte sich die Situation in Griechenland. Durch die geringe Wirtschaftsleistung kann sich das Land sehr schlecht auf dem Weltmarkt behaupten. Die Einführung des Euros stufte die Wettbewerbsfähigkeit weiter herab.

Griechenland ist es nicht möglich seine Schulden zu zahlen und muss jedes Jahr neue Schulden aufnehmen. Das belastet den Staatshaushalt mit steigenden Zinsen weiter. Die Krise in Griechenland kam auch dadurch zustande, dass die Staatsausgaben in dem Land sehr hoch sind. Lohnerhöhungen wurden trotz der prekären Situation noch gezahlt. In Griechenland gibt es zudem zu viele Beamte, die nicht effizient genug arbeiten.

Außerdem wurden in Griechenland Renten an Menschen gezahlt, die längst verstorben waren. Diese Ausgaben belasten die Staatskasse zusätzlich und sorgen dafür, dass die Ausgaben nicht mehr durch die Einnahmen gedeckt werden können. Die Steuereinnahmen sind in Griechenland im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sehr niedrig. Durch die florierende Schwarzarbeit entgeht der Staatskasse ein sehr großer Anteil an Steuergeldern.

Außerdem werden in Griechenland vergleichsweise nur sehr niedrige Steuern erhoben. Diese Parameter führen dazu, dass sich die Situation immer weiter verschlechtert. Durch die niedrigen Einnahmen muss Griechenland immer weitere Schulden aufnehmen. Da Griechenland als sehr unsicherer Schuldner eingestuft wird, sind die Zinsen sehr hoch. Durch die hohen Zinsen steigen die Ausgaben für den Staat und somit die Verschuldung – ein Teufelskreis.

Von der Krise sind vor allem die ärmeren Menschen im Lande betroffen. Die Krankenkassen bezahlen die Medikamente und Arztrechnungen nicht mehr direkt. Die Betroffenen müssen die Leistungen in selbst bezahlen und erhalten, wenn sie die Rechnung einreichen eine Erstattung. Außerdem wurden die Renten und die Löhne wieder gesenkt. In Athen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung.

Die Anzahl an Selbstmorden stieg in der Krise weiter an. Viele Menschen können sich die Miete für eine einfache Wohnung nicht mehr leisten und leben in Zelten. Immer mehr junge Menschen sehen sich in Griechenland in ihrer Existenz bedroht und verlassen das Land. Nur radikale Spar- und Strukturänderungsmaßnahmen in Kombination mit Hilfsgeldern der EU lassen die Griechen hoffen, ihr Land wieder in ruhigeres Fahrwasser manövrieren zu können.

Griechenland bald raus aus dem Euro ?

Die Lage in Griechenland spitzt sich weiter zu, am heutigen Tag haben Griechen Ihre Konten leer geräumt. Die Banken Griechenlands sprechen von mehreren Millionen Euro. Die Griechen haben Angst, und das zu Recht.
Mitte Juni sind nun Neuwahlen veranschlagt, die extremen Linken genauso wie die extremen Rechten erfahren zurzeit einen regen Zuspruch.
Was passiert, wenn die Griechischen Banken kein Kapital mehr haben, brauch ich denk ich mal nicht zu erwähnen.
Bürgerkriegs ähnliche Zustände wird Griechenland erwarten.

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